Rezension Gertrude Allmer

Bolivien für Gringos

Ludwig Popper

edition lex liszt 12, 2005, 315 Seiten

 

  Basierend auf den Tagebüchern des Wiener Arztes Ludwig Popper wird die Geschichte einer Flucht aus dem Europa des immer gewalttätiger werdenden Nationalsozialismus erzählt - und das danach folgende Abenteuer eines Lebens in Bolivien.

 

  Aus der Sicht des Arztes, der im Wiener Allgemeinen Krankenhaus, an der damals weltberühmten "Wiener Medizinischen Schule", ausgebildet wor­den war, beschreibt das Buch die Menschen Boliviens und ihre exotischen, für den Europäer teils skurrilen medizini­schen und pflegerische Traditionen. Mythos, Aberglaube und Indianerprakti­ken sind mitbestimmend für das Gesund­heitswesen in diesem Lande der Dritten Welt.

 

  Ein ergreifendes, ethnologisch auf­schlussreiches Zeugnis der Zeit- und Medizingeschichte, das der Sohn Ludwig Poppers, Lutz Elija Popper, selbst Uro­loge in Oberwart, durch Dokumente und Fotos ergänzt und nun herausgegeben hat.

 

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